NEWS: Immer mehr bilinguale Privatschulen

Tagesspiegel, 08.06.2010

Wer sich auf die Suche nach einer Schule für sein Kind begibt, findet in Berlin mittlerweile neben öffentlichen Schulen eine ganze Reihe Schulen in privater Trägerschaft. Und jedes Jahr werden es mehr.

Allein 2008 und 2009 wurden insgesamt 16 allgemeinbildende Schulen gegründet: elf Grundschulen, zwei Gymnasien, zwei Waldorfschulen und eine Sonderschule. Dieses Jahr gibt es 19 Anträge auf „Genehmigung als staatlich anerkannte Ersatzschule“. Darunter 12 Grundschulen, zwei Gymnasien und eine demokratische Gemeinschaftsschule. Der Trend zur privaten Grundschule ist demnach unverkennbar. Dass manche dieser Grundschulen auf lange Sicht auch eine weiterführende Schule gründen werden, liegt nahe. Denn der Bedarf an Alternativen zum staatlichen Bildungswesen ist in Berlin noch lange nicht gedeckt, wie Bildungsexpertin und Schulleiterin Cornelia Donner unterstreicht.

Gerade gründet sie mit ihrem Kollegen Richard Hengelbrok eine internationale Schule in Lankwitz. „Wir haben unsere Grundschule Alexander von Humboldt International School und unser Gymnasium Isaac Newton International School getauft, weil wir auch in der Namensgebung unser Schulprofil spiegeln wollen“, sagt Hengelbrok. Neben der Bilingualität liegt hier der Fokus auf Naturwissenschaften. Mit der Freien Universität als Nachbarn und dem Zugang zu einem „echten“ Labor vor der Tür bietet diese Schule ein Profil, das es so in Berlin noch nicht gibt.

Auch wenn die Schule neu ist, die Gründer sind es nicht. Sowohl die beiden Schulleiter als auch ihre administrativen Mitgründer sind keine Neulinge auf dem Gebiet. Donner und Hengelbrok haben zuvor internationale Schulen geleitet und gemanagt. „Dass ein Schulleiter nicht nur das pädagogische und personelle Profil seiner Schule prägt, sondern auch einen Businessplan aufstellen kann, gehört einfach dazu“, sagt Cornelia Donner. So fiel es dem Gründungsteam nicht schwer, das für die Schulgenehmigung notwendige pädagogische Konzept und den dazugehörigen Finanzierungsplan zu entwickeln, ein geeignetes Gebäude zu finden und einen Kredit zu bekommen. Das unterstreicht aufs Neue, dass vor allem ein Bildungsbereich in Berlin noch lange nicht gesättigt ist: internationale und bilinguale Schulen, vor allem mit Englisch als Partnersprache. Dabei bedienen diese zweisprachigen Schulen, die sich parallel zu den staatlichen Europaschulen etablieren, nicht ausschließlich eine internationale oder multikulturelle Klientel, sondern auch ganz normale Familien.

So wie die Platanus Schule in Pankow – Grundschule und Gymnasium. Hier werden ab August Kinder sowohl in Englisch als auch in Deutsch unterrichtet. Auch hier liegt der Fokus neben dem Spracherwerb auf Naturwissenschaften. „Zum Glück sehen wir uns nicht als Konkurrenten“, sagt Geschäftsführerin Karen Krüger. „Wir sehen uns auch nicht als internationale Schule, sondern als eine Schule für ganz normale Kinder, die spielerisch Englisch lernen.“ Tong-Jin Smith

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Der Beitrag: NEWS: Immer mehr bilinguale Privatschulen wurde am Dienstag, 08. Juni 2010 veröffentlicht und unter Allgemeines abgelegt.


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